Rüstung und Waffen Kettenpanzer Ein Kettenpanzer besteht aus ca. 40.000 Ringen, welche immer zu viert mit einem Ring verflochten und dann vernietet wurden. Im HMA, waren die Kettenhaube und die Kettenhandschuhe direkt am Kettenpanzer befestigt. Das Gewebe hält vergleichsweise große Belastungen aus und verhindert Schnittverletzungen fast vollständig. Dennoch konnten starke Stiche, wie z.B. durch Pfeilbeschuss, nicht abwehrt werden. Abb.: Kettenpanzer in der Kreuzfahrerbibel Dreiecksschild Die Defensivwaffe zu der Zeit war der leicht gewölbte Dreiecksschild, der z.B. aus mit Rohhaut bespanntem Holz bestand. Dieses Schild wurde mit Kreidegrund grundiert und anschließend bemalt. Die Trageriemen waren entweder zwei senkrechte oder über Kreuz gespannte Lederriemen, die von vorne durch den Schild angenietet wurden. Zwischen Arm und Schild befand sich eine Durch seine große Breite schützt er fast den gesamten Oberkörper. Quelle: Umriss, Größe und Bespannung entsprechen dem Schild des Landgrafen von Thüringen (vor 1240) Streitkolben (Bronzeguss) Im Mittelalter wurde der Streitkolben vor allem als Waffe von Pferd aus eingesetzt. Hier konnte er seine fatale Wirkung voll entfalten, so dass auch kein Helm ausreichend Schutz bieten konnte. Der Streitkolben entwickelte sich  aus der antiken Keule. Quelle: Zeichnung aus Armies of Medieval Russia 750-1250, Men-At-Arms Series 333, Osprey Military 1999, ISBN 1-85532-848-8 Q: Mace head from Novgorod, 13th Century Fautschild (Buckler) Ein Buckler ist ein kleiner runder Faustschild. Der Name leitet sich vom Schildbuckel ab, der bereits auf römischen Schilden zu finden war. Der Nachbau hat einen Durch- messer von 35 cm und ist aus zwei 90 Grad versetzt verleimten Lagen Nadelholz mit einer Rohhaut- bespannung angefertigt. Der Buckel ist angenietet. Der als Griff dienende Holzsteg ist ebenfalls vergenietet. Quelle: Codex Manesse und Kulturhistorische Waffenkunde von Helmut Nickel, ISBN 3-5500-7449-4